Was andere teilweise als Server für Kunden benutzen, habe ich mir nun als heimischer Server zugelegt. Ich bin zwar ein großer Freund von Virtualisierungstechnik, jedoch nicht, wenn es darum geht, dass ich ne ordentliche Performance meiner Platten haben will. Da muss dann für mich schon richtige Hardware her.

Den MicroServer N40L von HP habe ich mir über Amazon für 187,94€ gekauft. Es gibt ab und an noch mal Shops, die ich leider nicht gut genug kenne, die den Server jedoch für teilweise 160€ schon anbieten. Jedoch möchte ich meinen Server nicht aus einem Shop beziehen, wo ich wohlmöglich noch Ärger mithaben werde. Da zahl ich lieber mehr und kaufe den Server über Amazon bei einem anderen Anbieter.

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Es gibt zwei verschiedene Varianten des N40L, welche sich nur darin unterscheiden ob 2 GB oder 4 GB und ob es eine Festplatte dabei gibt oder nicht. Da ich mich im Vorfeld schlaugemacht habe, habe ich die 2 GB Variante und die 250 GB Festplatte dazu genommen. Ich habe ohnehin vor den Server auf 16 GB RAM aufzurüsten und Festplatten kann man immer gebrauchen. Da beim N40L nur zwei RAM Slots vorhanden sind bringen mir die 4 GB die ich hätte haben können nichts. Offiziell werden maximal 8 GB RAM unterstützt jedoch funktionieren auch 16 GB RAM ohne Probleme.

Die CPU des Servers ist eine AMD  Turion II mit 1,5 GHz und zwei Kernen. Dazu kommen noch zwei PCIe Slots in der folgenden Konstellation 1x PCIe 2.0 16x  und 1x PCIe 2.0 1x. Deutlich mehr und ausführlichere Hardware Infos zu dem N40L findet ihr hier.

Innen

Da ich aber nicht mit 250 GB als Platte arbeiten wollte, habe ich mir noch zwei 2 TB Festplatten von Western Digital dazu bestellt. Konkret handelt es sich um die WD20EARX mit 5400 rpm für einen Gesamtpreis von 187,68€ was ich für einen recht guten Preis halte. Anfängliche sorgen darüber wie Amazon die gekauften Festplatten verschicken würde hatte ich schon. Ich habe gehofft die Platten nicht als Bausatz zu bekommen, da es doch relativ bekannt ist das Amazons Talent definitiv nicht darin liegt, Festplatten ordentlich zu verpacken. Ich hatte aber scheinbar glück, da die Platten von Western Digital aus schon ordentlich verpackt waren. Und Amazon somit gezwungen war, die Platten in einen ordentlichen Karton zu packen.

Da ich mein System jedoch nicht auf der 250 GB Platte haben wollte, habe ich hier noch zwei 500 GB Festplatten gefunden und habe diese als Systemplatte eingebaut. Da ich ein Freund von RAID 1 bin, kann man sich nun fast schon denken, warum ich jeweils zwei Platten haben wollte. Genau ich wollte sowohl das System als auch die Daten gespiegelt haben.

Ich fand es klasse das HP mitgedacht hat und direkt einen Schraubenschlüssel und genug schrauben beigelegt hat. Somit konnte ich mir die Suche nach passenden Schrauben sparen. Die Festplatten werden in speziell dafür vorgesehen Rahmen geschraubt und dann zusammen mit dem Rahmen in den jeweiligen Slot geschoben.

Festplatten

Da der Server nur einen VGA Ausgang hat sollte man einen VGA fähigen Monitor haben oder einen DVI-VGA Adapter. Dazu noch Maus und Tastatur und ein Netzwerkkabel und man kann das gute Stück mit dem mitgelieferten Stromstecker an die Steckdose hängen.

Bei mir hat das alles zusammen keine 15 Minuten gedauert. Die Installation von Debian war jedoch nicht ohne und hat mich einiges an Zeit gekostet.

Ich hoffe ich konnte euch schon mal einen ersten Eindruck vom HP MicroServer N40L verschaffen.

Wenn ihr Fragen habt, so hinterlasst einfach ein Kommentar.

euer d0wn