Ohne Betriebssysteme läuft (zumindest für Otto-Normal-Verbraucher) gar nichts. Sie kommunizieren mit dem Benutzer, laden, unterbrechen oder beenden Programme, verwalten Prozessor, internen Speicher und angeschlossene Geräte. Diese „Macht“ wollen Einige ausnutzen, Viren werden geschrieben, die die Schwachstellen der Systeme finden sollen.
MacOS – gut geschützt
Bei Apple-Verfechter hält sich hartnäckig der Satz: „MacOS ist gegen Virenangriffe vollkommen geschützt“. So ganz falsch ist diese Aussage nicht, denn tatsächlich basiert das Betriebssystem auf einem der ältesten und sichersten Unix Kernel. Aber was zählt ist der Faktor Mensch, der User. Wer zweifelhafte Software herunterlädt und der Software unter Angabe des Admin-Passwortes erlaubt, sich zu installieren, muss sich nicht wundern, wenn er bald Malware auf seinem Mac hat, die unbemerkt alles aus dem Netz lädt, was sie so braucht, um weiteren Schaden anzurichten. So sicher das Betriebssystem auch sein mag: beim Download von Software ist Vorsicht geboten, auch bei MacOS!
iOS und Windows Phone7 – Sandkastenliebe
So unterschiedlich beide Betriebssysteme auch sind, eines haben sie gemeinsam: den Sandkasten. Soll heißen: Programme und Anwendungen laufen auf diesen Systemen in einer vom Betriebssystem isolierten „Sandbox“. Betriebssystem, Dateisystem und Netzwerk sind ausgeblendet, Apps haben keinen Zugriff auf das, was außerhalb ihrer Funktionen liegt. Bei Apple ist die Plattform ein geschlossener und streng kontrollierter Raum, das macht es für Schadsoftware sehr schwer, hinein zu gelangen. Auch Windows Phone 7 ist grundsätzlich gut gegen Viren geschützt, aber es gibt natürlich auch hier Grenzen, sobald externe Daten im Spiel sind.
Android – leider schwach
Das zur Zeit am weitesten verbreitete Smartphone-Betriebssystem, ist gleichzeitig auch das am schlechtesten geschützte. Apps und Programme laufen nicht isoliert auf den Geräten, sondern haben Zugriff auf Vieles und können dank Multitasking sogar im Hintergrund laufen, ohne dass der User etwas merkt; Kontakte abrufen und Spam-E-Mails versenden eingeschlossen. Um sich davor zu schützen sollte man folgendes beachten:
- Tastensperre einschalten
- geheime und private Daten nicht im Telefon speichern
- Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen oder von Google Play herunterladen
- Zugriffsanfragen der App beachten (wozu braucht ein Spiel Zugriff auf Kontakte oder SMS?)
- regelmäßig Updates einspielen, die Sicherheitslücken schließen
- Batterieanzeige beobachten. Wird viel Energie in Ruhezeiten verbraucht, ist das ein Warnsignal (laufen Downloads oder Uploads im Hintergrund?)
Windows – weit verbreitet
Was Android bei den Smartphones ist, ist Windows bei den Computern. Es ist das am weitesten verbreitete Betriebssystem und genau das macht es auch so gefährlich. Denn nicht nur User, sondern auch Hacker kennen das IBM-System, auf dem Windows basiert, genau. Deshalb gibt es so viele schädliche Viren, die Schwachstellen des Systems nutzen und Schaden anrichten können. Da Windows auch in Unternehmen häufig genutzt wird, macht es für Hacker verlockend, immer neue Viren zu schreiben und auf die Welt loszulassen. So sind Firmen, bei denen es um Geld geht, wie PayPal oder Betreiber von Poker Online, beliebte Ziele für Virenattacken. Ein erfolgreicher Angriff wäre für diese Firmen fatal, daher stecken sie viel Geld in Sicherheitssysteme. Aber auch Otto-Normal-Windows-Nutzer sollte Antivirensoftware und Firewall aktuell halten. Regelmäßige Updates sind wichtig, um das Sicherheitsrisiko so gering wie möglich zu halten.




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